Mein Partner ist ein Vollpfosten, was nun?

"Och nee, och nee, och nee!"

Die Möglichkeiten, mit dem Partner aneinanderzugeraten, sind zahllos. Das wissen vor allem diejenigen, die gerade eine Beziehung erleben. Manchmal dreht es sogar um die unverschlossene Zahnpastatube. Eigentlich peinlich, aber so kann es letztlich aussehen.
Egal, jedenfalls offenbart der andere auch gegebenenfalls sehr skurrile Eigenarten, die nun völlig untypisch sind. Wie bringt man ihm (ihr) das schonend bei? Und: Wie kann man die Dinge zum Positiven wenden?

Technik 1: Anpassung und Konfrontation!

"Das war cool - und jetzt möchte ich gerne was mit dir bereden!"

Mit Kritik ist das so eine Sache. Wie Sie vielleicht wissen, nehmen die wenigsten Partner überhaupt Kritik an, besonders dann, wenn sie eben kritisierend klingt und auch den anderen als Person(!) kritisiert.
Interessanterweise nehmen wir Kritik aber durchaus in positiver Stimmung an. Und natürlich muss auch der Moment "stimmen". Fazit: Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Vollpfosten-Partner in einer Situation genau das bekommt, was er emotional braucht, etwa ein Lob zur rechten Zeit. Sodann können Sie die Kurve nehmen - hin zur Kritik. Gute Situationen sind: Nach einem gelungenen Abendessen, nach einer guten "Sex-Nummer", nach dem Sport.

Technik 2: Gemeinsamkeiten pflegen!

"Lass uns doch mal wieder zusammen die Stadt unsicher machen, nur wir beide!"

Was viele Menschen, die eine Langzeitpartnerschaft pflegen, aneinander auszusetzen haben, ist der Verlust der gemeinsamen Basis. Die war am Anfang der Liebe natürlich da (auch wenn man an einen Vollpfosten geraten ist).
Aber der Alltagstrott, der Job, die Kinder usw. - das alles sorgt dafür, dass der andere aus dem Wahrnehmungsfokus verschwindet. Schade.
Nehmen wir nun mal an, dass Sie an einen Vollpfosten geraten sind. Er (oder sie) nervt sie so gut wie täglich. Dann würde der Tipp lauten: Überwinden Sie den inneren Schweinehund und lassen Sie mal wieder die alten Zeiten aufleben. Kündigen Sie dieses Vorhaben aber nicht an - überraschen Sie den anderen. Warum? Das ist schnell erklärt.

Technik 3: Für Überraschungsmomente sorgen!

"Du wirst heute Abend nur eine einzige Sache vorhaben - lass' mich mal machen!"

Bekanntlich mögen vor allem Kinder Überraschungen -könnte man meinen. Auch Erwachsene sind noch anfällig für dieses Thema. Grund: In uns allen steckt noch ein kleines Kind (psychologisch betrachtet). Es ist vielleicht über die Jahre hinweg in Vergessenheit geraten, aber es ist da. Das merkt man meistens an Weihnachten, und zwar bereits beim Anblick eines Geschenks.
Entsprechend können Sie Ihren Vollpfosten-Partner wieder mithilfe dieses Wissens auf gute Gedanken bringen. Überraschen Sie ihn (oder sie) direkt nach der Arbeit: "Schatz, mach dich heute auf was gefasst! Geheimnisalarm!"
Sie dürfen nicht verraten, was Sie im Schilde führen. Dann wird der Abend vielleicht wieder so wie "früher".

Mein Partner ist ein Vollpfosten, was nun?

© 2013-2017 Funsurfen, Thomas Hansen